Landwirtschaft in großem Maßstab
Die Landwirtschaft hat im 20. und 21. Jahrhundert einen Prozess der Industrialisierung durchlaufen, der die Landwirtschaftsbetriebe tiefgreifend verändert und die Entstehung von großen agroindustriellen Komplexen gefördert hat. Im Artikel wird diese Dynamik als ein Maßstabwechsel analysiert und daf...
Salvato in:
| Pubblicato in: | URI:https://journals.openedition.org/rac, |
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| Autori principali: | , |
| Natura: | Article ou chapitre numérique |
| Lingua: | Allemand |
| Pubblicazione: |
Revue d’anthropologie des connaissances
2025
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| Soggetti: | |
| Accesso online: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Riassunto: | Die Landwirtschaft hat im 20. und 21. Jahrhundert einen Prozess der Industrialisierung durchlaufen, der die Landwirtschaftsbetriebe tiefgreifend verändert und die Entstehung von großen agroindustriellen Komplexen gefördert hat. Im Artikel wird diese Dynamik als ein Maßstabwechsel analysiert und dafür der Begriff der „Skalierungsarbeit“ eingeführt. Damit kann einerseits unterstrichen werden, dass der Übergang zu einem industriellen Maßstab mit unzähligen Problemen biologischer, sozialer, technischer, ökonomischer oder politischer Natur einhergeht, und andrerseits, dass es sich um eine nie endende Arbeit handelt: Sie betrifft nicht nur die Vergrößerung, sondern besteht auch darin, die Aufrechterhaltung von Produktionssystemen im großen Maßstab zu gewährleisten, die auf prekären Strukturen beruhen und zahlreiche Auswüchse zeitigen. Die Skalierungsarbeit ist damit eine kontinuierliche Arbeit der Verbindung, Instandhaltung und Reparatur, die im Falle der Industrialisierung der Landwirtschaft umso schwieriger und instabiler ist, als sie sich auf Lebewesen bezieht. |
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