Das Potenzial des Performativen in Theater, Schule und Sprach(en)bildung
Dieser Artikel analysiert das Potenzial des Performativen für Lern- und Bildungsprozesse, insbesondere in der Theaterpädagogik und Sprachenbildung. Performatives Handeln verbindet kognitive, affektive, leiblich-körperliche und soziale Lernaspekte und intensiviert dadurch Bildungsprozesse. Zum einen...
Wedi'i Gadw mewn:
| Cyhoeddwyd yn: | URI:https://journals.openedition.org/tipa, |
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| Prif Awdur: | |
| Fformat: | Article ou chapitre numérique |
| Iaith: | Allemand |
| Cyhoeddwyd: |
TIPA. Travaux interdisciplinaires sur la parole et le langage
2025
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| Mynediad Ar-lein: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Crynodeb: | Dieser Artikel analysiert das Potenzial des Performativen für Lern- und Bildungsprozesse, insbesondere in der Theaterpädagogik und Sprachenbildung. Performatives Handeln verbindet kognitive, affektive, leiblich-körperliche und soziale Lernaspekte und intensiviert dadurch Bildungsprozesse. Zum einen wird die Bedeutung des Spiels („Homo Ludens“) als eine wesentliche Grundlage des Theaters und des kindlichen Lernens herausgestellt. Zum anderen betont der Beitrag aus theaterwissenschaftlicher Sicht die Bedeutung des Performativen („performative turn“) für die Theater-Kunst und die ästhetische Praxis, die durch diese performativen Praktiken auch für Bildungskontexte relevant wird. Seit den 1990er Jahren hat das postdramatische Theater und Performance-Kunst die darstellende Spiel- und Inszenierungspraxis verändert und so auch vielfältige Ansätze für den (außer)schulischen Theaterunterricht geschaffen. Performative Theaterpraxis in der Schule kann kreative Prozesse fördern, indem sie die Grenzen zwischen Kunst, Alltag und sozialer Interaktion verschiebt und durchlässig macht. Diese Verbindung von körperlicher, sprachlicher und sozialer Interaktion ermöglicht neben konventionellem Wissenstransfer ein vertiefendes Lernen in Form von kreativer Wissensproduktion. Als ein praxisnahes Beispiel performativer Sprachenbildung wird das Konzept des Hamburger TheaterSprachCamps vorgestellt. Dieses Projekt integriert Spiel, Theater, Sprechen- und Sprachenvielfalt, Lesen und Freizeitaktivitäten als ganzheitliche Lernerfahrung für Kinder mit und ohne Migrationsgeschichte.Abschließend wird festgehalten, dass sich das Potenzial des Performativen primär dann entfalten kann, wenn die künstlerisch-ästhetische Praxis des Theaterspielens nicht zum methodisch-didaktischen Setting verkürzt wird, sondern in seiner Spezifik als komplexer Aushandlungs- und Darstellungsprozess vermittelt und erlebt wird. Performative Lernräume fordern in ihrer Offenheit das Schulsystem auch heraus, bieten jedoch vielfältige Chancen für eine handlungs- und erfahrungsbasierte Bildungsarbeit. |
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