Enseigner l’histoire juive dans les lycées autrichiens autour de 1900
Der vorliegende Artikel untersucht mehrere Schulbücher für jüdische, „nachbiblische“ Geschichte, die zwischen 1900 und 1914 in deutscher Sprache veröffentlicht wurden. Anhand dieser Analyse werden Grundmerkmale der damals dominanten jüdischen Historiographie aufgezeigt: Sie betonte den Rationalismus...
Gardado en:
| Publicado en: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Autor Principal: | |
| Formato: | Article ou chapitre numérique |
| Idioma: | Français |
| Publicado: |
Cahiers d’études germaniques
2019
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| Sujets: | |
| Acceso en liña: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Résumé: | Der vorliegende Artikel untersucht mehrere Schulbücher für jüdische, „nachbiblische“ Geschichte, die zwischen 1900 und 1914 in deutscher Sprache veröffentlicht wurden. Anhand dieser Analyse werden Grundmerkmale der damals dominanten jüdischen Historiographie aufgezeigt: Sie betonte den Rationalismus und brandmarkte Strömungen, die innerhalb des damaligen Judentums zwar lebendig waren, aber als abergläubisch und vernunftfeindlich galten. Die jüdischen Schulbücher waren einer doppelten Kontrolle unterworfen, einer inneren, die von jüdischen Begutachtern, und einer äußeren, die von der Schulverwaltung ausgeübt wurde. Gleichwohl verfügten die Autoren über einen gewissen Freiraum gegenüber den politisch motivierten Eingriffen. Das administrative Verfahren, das zur Approbation der Schulbücher führte, trug zu einer Vereinheitlichung der Inhalte bei: Jegliche allzu deutliche Anspielung auf den modernen Antisemitismus wurde aus den Büchern entfernt. Die Kultusgemeinden wiederum bevorzugten einen Mittelweg zwischen Reform und Orthodoxie, was die Autoren konservativer Tendenz begünstigte. Diese Schulbücher trugen wahrscheinlich maßgebend zur Verbreitung der „Wissenschaft des Judentums“ unter einem breiteren Publikum bei. |
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