„Das könnte man gesellschaftlich so sagen, aber es wäre weiter nichts als eine vertuschende Redeweise“ (Theodor, 1. Akt, 12. Szene)

Der Beitrag analysiert einen literarischen Text mit sprachwissenschaftlichen Methoden. Er liefert eine mikrostrukturelle Beschreibung des Gesprächsverhaltens in einer hierarchisch strukturierten Gesellschaft im alten Österreich anhand einer zentralen Szene in Hofmannsthals Lustspiel Der Unbestechlic...

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Pubblicato in:URI:https://journals.openedition.org/austriaca,
Autore principale: Wolf, Monika
Natura: Article ou chapitre numérique
Lingua:Allemand
Pubblicazione: Austriaca 2020
Soggetti:
Accesso online:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
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Riassunto:Der Beitrag analysiert einen literarischen Text mit sprachwissenschaftlichen Methoden. Er liefert eine mikrostrukturelle Beschreibung des Gesprächsverhaltens in einer hierarchisch strukturierten Gesellschaft im alten Österreich anhand einer zentralen Szene in Hofmannsthals Lustspiel Der Unbestechliche. Dabei wird untersucht, mit welchen sprachlichen Mitteln die Figuren ihre Emotionen verbalisieren. Die soziale Stellung der einzelnen Figuren in der untergehenden Habsburger Monarchie wirkt sich deutlich auf die sprachlichen Ausdrücke und ihre Funktionen im Text aus. Mit anderen Worten: Die Emotionalität ist ein wesentlicher Teil der Dialoge in diesem Drama und äußert sich auf allen sprachlichen Ebenen, wobei sie vor allem den Zweck der sozialen Positionierung hat. Daher eignet sich dieses Stücks besonders gut zur Untersuchung eines Diskurses einer nicht mehr existierenden Gesellschaft.