7. Internationale Finanzbeziehungen

Die Kapitalflüsse in Entwicklungs- und Transitionsländer sind im Jahr 2006 erneut stark angestiegen und werden gemäss provisorischen Angaben auch im Jahr 2007 – trotz der Bankenkrise in den USA und anderen Ländern – hoch bleiben. Gleichzeitig sind aber auch die Kapitalströme aus den Entwicklungsländ...

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Detalhes bibliográficos
Publicado no:URI:https://journals.openedition.org/sjep,
Autor principal: Gurtner, Bruno
Formato: Article ou chapitre numérique
Idioma:Allemand
Publicado em: Schweizerisches Jahrbuch für Entwicklungspolitik 2010
Acesso em linha:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Descrição
Resumo:Die Kapitalflüsse in Entwicklungs- und Transitionsländer sind im Jahr 2006 erneut stark angestiegen und werden gemäss provisorischen Angaben auch im Jahr 2007 – trotz der Bankenkrise in den USA und anderen Ländern – hoch bleiben. Gleichzeitig sind aber auch die Kapitalströme aus den Entwicklungsländern in die Industrieländer weiter angestiegen. Netto sind alle Entwicklungs- und Transitionsländer zusammengenommen Nettokapitalexporteure, die Industrieländer insgesamt Nettokapitalimporteure. Die Gründe hierfür liegen im starken Anwachsen der internationalen Währungsreserven der meisten Entwicklungsländer, im Recycling der Erdöleinnahmen, in der Investitionstätigkeit souveräner Staatsfonds und in der zunehmenden Anlagetätigkeit privater Investoren aus Entwicklungsländern. Erdölmultis aus Schwellen- und Transitionsländern dominieren die Investitionstätigkeit im Erdölsektor der Entwicklungsländer.Die öffentliche Entwicklungshilfe der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) war 2006 leicht rückläufig. Die multilaterale Entwicklungsfinanzierung blieb deutlich unter dem Vorjahresstand. Stark zugenommen hat hingegen der Zufluss privater Ressourcen. Erneut gestiegen sind auch die Überweisungen der Migrantinnen und Migranten. Die Aussenschulden der Entwicklungsländer stiegen geringfügig an, die Entschuldungsmassnahmen für die ärmsten Länder wurden fortgesetzt. Die Bretton-Woods-Institutionen standen unter Reformdruck und erhielten neue Führungsspitzen. Die Schweiz setzte ihr Engagement fort, wobei ihr Anteil bei den Entwicklungsfonds der Weltbank (IDA) und der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDF) wegen der Sparmassnahmen leicht gekürzt wurde.