13. Gesetzgebung über den Kunsthandel in der Schweiz

Die Schweiz spielt im internationalen Kunsthandel eine wichtige Rolle : Sie belegt unter den auf dem Kunstmarkt aktiven Staaten den vierten Rang. Allerdings steht die Schweiz auch im Ruf, eine „Drehscheibe“ für den illegalen Kulturgüterhandel zu sein. Genährt wird diese Reputation vor allem dadurch,...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Veröffentlicht in:URI:https://journals.openedition.org/sjep,
1. Verfasser: Schümperli Younossian, Catherine
Format: Article ou chapitre numérique
Sprache:Allemand
Veröffentlicht: Schweizerisches Jahrbuch für Entwicklungspolitik 2010
Online Zugang:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Beschreibung
Zusammenfassung:Die Schweiz spielt im internationalen Kunsthandel eine wichtige Rolle : Sie belegt unter den auf dem Kunstmarkt aktiven Staaten den vierten Rang. Allerdings steht die Schweiz auch im Ruf, eine „Drehscheibe“ für den illegalen Kulturgüterhandel zu sein. Genährt wird diese Reputation vor allem dadurch, dass die Schweiz keine einschlägigen Gesetze auf Bundesebene besass und dass sie die wichtigsten internationalen Übereinkommen über den Kulturgüterhandel nicht ratifiziert hatte. Es dauerte fast fünfzehn Jahre, um die entgegengesetzten Positionen der wichtigsten Akteure (Kunsthändler und -sammler einerseits, Kulturkreise und Entwicklungsorganisationen andererseits) auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und dem schweizerischen Parlament einen Gesetzesentwurf zu unterbreiten. So verabschiedeten die Eidgenössischen Räte im Juni 2003 das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (KGTG) und stimmten der Ratifizierung der internationalen UNESCO-Konvention von 1970 zu. Vor allem die Kulturkreise und die Entwicklungsorganisationen hatten dafür plädiert, die Spielregeln für den Kulturgüterverkehr in der Schweiz neu zu definieren und insbesondere das Kulturerbe der Entwicklungsländer zu bewahren, namentlich wenn Kulturgüter im Bereich Archäologie und Ethnologie betroffen sind.