8. Finanzplatz Schweiz

Der Finanzplatz Schweiz und das Bankgeheimnis sorgten im Berichtsjahr wiederholt für Schlagzeilen, namentlich im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und der Schweiz über die Vermögensbesteuerung. In einer Kampagne erinnerten die Hilfswerke an die enormen wirtschaftlich...

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Bibliografski detalji
Izdano u:URI:https://journals.openedition.org/sjep,
Glavni autor: Perroulaz, Gérard
Format: Article ou chapitre numérique
Jezik:Allemand
Izdano: Schweizerisches Jahrbuch für Entwicklungspolitik 2010
Online pristup:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Opis
Sažetak:Der Finanzplatz Schweiz und das Bankgeheimnis sorgten im Berichtsjahr wiederholt für Schlagzeilen, namentlich im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und der Schweiz über die Vermögensbesteuerung. In einer Kampagne erinnerten die Hilfswerke an die enormen wirtschaftlichen Kosten der Kapitalflucht für die Entwicklungsländer und forderten, die mit der Europäischen Union getroffene Vereinbarung auch auf andere Länder auszudehnen, insbesondere durch die Einführung einer Quellensteuer auf Zinserträge von Auslandsguthaben, die teilweise den betreffenden Ländern zurückerstattet werden soll. Im Bereich der Geldwäschereibekämpfung wurden Verbesserungen auf drei Achsen durchgeführt : Aktualisierung der Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken (aus dem Jahr 1977), Verabschiedung der neuen Geldwäschereiverordnung und Kampf gegen die Terrorismusfinanzierung. Mit der neuen Geldwäschereiverordnung werden insbesondere die für den Bankensektor geltenden Verpflichtungen auf die Gesamtheit der Finanzintermediäre ausgeweitet. Als Reaktion auf die auf internationaler Ebene – namentlich in den Vereinigten Staaten und in der OECD – getroffenen Massnahmen wurde der Geltungsbereich des Regelwerks zur Bekämpfung der Geldwäscherei ausdrücklich auf die Finanzierung terroristischer Aktivitäten ausgedehnt.