4. Humanitäre Hilfe
Die humanitäre Hilfe der DEZA belief sich 2004 auf 281 Millionen Franken, wovon rund ein Drittel auf die internationale Hilfe, ein Drittel auf das IKRK und der Rest auf die bilaterale Hilfe entfielen. Der Bund hat in den letzten Jahren einige innovative Formen humanitärer Hilfe entwickelt : Dabei ha...
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| 出版年: | URI:https://journals.openedition.org/sjep, |
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| 第一著者: | |
| フォーマット: | Article ou chapitre numérique |
| 言語: | Allemand |
| 出版事項: |
Schweizerisches Jahrbuch für Entwicklungspolitik
2010
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| オンライン・アクセス: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| 要約: | Die humanitäre Hilfe der DEZA belief sich 2004 auf 281 Millionen Franken, wovon rund ein Drittel auf die internationale Hilfe, ein Drittel auf das IKRK und der Rest auf die bilaterale Hilfe entfielen. Der Bund hat in den letzten Jahren einige innovative Formen humanitärer Hilfe entwickelt : Dabei handelt es sich um Hilfe für die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen, um direkte finanzielle Hilfe für Personen, welche Opfer von Naturkatastrophen aufnehmen sowie um einen Ansatz zur Reduktion von Katastrophenrisiken (Prävention).In den Jahren 2004 und 2005 dominierten zahlreiche verheerende Naturkatastrophen die Aktualität, darunter vor allem der Tsunami im Dezember 2004. Diese Katastrophe nahm riesige Ausmasse an und hatte eine aussergewöhnliche Mobilisierung staatlicher und privater Spenden zur Folge. Wenn sich die besonders hohen Spenden auch durch mehrere Faktoren erklären lassen, so wirft die Mobilisierung jedoch einige Fragen auf, insbesondere betreffend die Schwierigkeit, Spenden für „vergessene“ Anliegen und für weniger medienwirksame humanitäre Katastrophen aufzubringen sowie die Schwierigkeit, eine langfristige Finanzierung zu gewährleisten.Angesichts des Aufeinanderfolgens von Naturkatastrophen wird den Verhütungsaktionen immer grössere Bedeutung beigemessen, um zu versuchen, die Auswirkungen der Katastrophen auf die bedrohte Bevölkerung zu verringern. In diesem Kontext fand im Januar 2005 die Weltkonferenz zur Prävention von Naturkatastrophen im japanischen Kobe statt.Schliesslich wurde im Dezember 2005 ein zusätzliches Emblem für die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung angenommen. Der „rote Kristall“ kommt damit zum roten Kreuz und zum roten Halbmond als Universalsymbole der Hilfe für die Opfer bewaffneter Konflikte hinzu.Die humanitäre Hilfe der Eidgenossenschaft wird durch das Bundesgesetz vom 19. März 1976 über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe sowie durch seine Anwendungsverordnung vom 12. Dezember 1977 geregelt. Die für die humanitäre Hilfe bereitgestellten Beträge werden mehrjährigen Rahmenkrediten entnommen, für die der Bundesrat eine Botschaft über die Weiterführung der internationalen humanitären Hilfe der Eidgenossenschaft abfasst. Die letzte diesbezügliche Botschaft wurde dem Bundesparlament am 14. November 2001 unterbreitet1. Dieser Rahmenkredit in Höhe von 1,5 Milliarden Franken deckt die Periode von 2002 bis 2006-2007 ab.Mit der Verwaltung der humanitären Hilfe des Bundes ist die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Eidgenössischen Departement für auswärtge Angelegenheiten (EDA) beauftragt, jedoch sind auch andere Departemente und Ämter für die Nothilfe zuständig : das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerung und Sport (VBS) für die militärische Unterstützung der Hilfseinsätze, das Bundesamt für Migration (BFM) für die Rückkehrhilfe, die Politische Abteilung IV des EDA (Menschliche Sicherheit). Die privaten schweizerischen Hilfsorganisationen (NRO) spielen in der humanitären Hilfe eine wichtige Rolle. Die Sammlungen der Glückskette und der verschiedenen Schweizer Hilfswerke machen einen nicht unbedeutenden Anteil des „Gesamtspendenmarktes“ in der Schweiz aus. Die für humanitäre Aktionen gesammelten Mittel werden hauptsächlich von den verschiedenen NRO und der Glückskette zusammengetragen. Im Jahr 2004 hat die Glückskette 38,9 Millionen Franken gesammelt, davon 23 Millionen nach dem Tsunami (zwischen dem 26. und 31. Dezember 2004 eingegangene Spenden), 7,3 Millionen nach dem Erdbeben in Bam (Iran), 4,1 Millionen anlässlich der Unwetter auf Haiti (Karibik) und 2,1 Millionen für die Hilfe in Darfur (Sudan)2. |
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