5. Aussenwirtschaftspolitik

Eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres 2006 im Bereich der Aussenwirtschaftspolitik war für die Schweiz die Entwicklung der vier Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China (BRICs). Diese Länder könnten in absehbarer Zeit zu den bedeutenden Wirtschaftsmächten der Welt aufschliessen un...

Description complète

Enregistré dans:
Détails bibliographiques
Dans:URI:https://journals.openedition.org/sjep,
Auteur principal: Keim, Nadine
Format: Article ou chapitre numérique
Langue:Allemand
Publié: Schweizerisches Jahrbuch für Entwicklungspolitik 2010
Accès en ligne:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Description
Résumé:Eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres 2006 im Bereich der Aussenwirtschaftspolitik war für die Schweiz die Entwicklung der vier Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China (BRICs). Diese Länder könnten in absehbarer Zeit zu den bedeutenden Wirtschaftsmächten der Welt aufschliessen und haben einen zunehmenden Einfluss auf das Wachstum der Schweizer Wirtschaft.Die Schweiz bevorzugt derzeit den bilateralen Weg mit dem Abschluss von Freihandelsabkommen, um der weltweiten Verbreitung bilateraler und regionaler Verträge und damit verbundenen Diskriminierungsrisiken Rechnung zu tragen. Dieser Weg ermöglicht es der Schweiz ausserdem, ihre Wirtschaftsbeziehungen mit einigen Ländern zu vertiefen, indem sie weitergehende Regeln als die multilateral bestehenden Vorschriften festsetzt. Die Zunahme der Freihandelsabkommen und gewisse Bestimmungen dieser Abkommen sind nicht ohne Gefahr für die Entwicklungsländer.Am 1. Januar 2007 wurde die Exportrisikogarantie (ERG) durch eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) ersetzt. Die neue Institution hat das Versicherungsangebot der ERG übernommen und auf das private Käuferrisiko ausgedehnt.Im Parlament wurde die Debatte über die Widersprüche zwischen der humanitären Politik der Schweiz und den Waffenexporten im Jahr 2006 fortgesetzt. Parallel dazu haben die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSOA) und andere Organisationen eine neue Volksinitiative für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten lanciert.Im Berichtsjahr 2006 war auch das Bundesgesetz über Erfindungspatente Gegenstand einer ausgiebigen Debatte im Parlament. Einige Änderungsvorschläge betreffen insbesondere den Handel mit den Entwicklungsländern.