L'utopie rétrognostique de Joseph Roth
Roth bezeichnete sich als Franzose aus dem Osten (Europas), und Paris galt ihm als Hauptstadt der Welt. Das Schicksal des Vertriebenen angesichts des herannahenden Genozids führte ihn zu eigentümlicher (V)-Erklärung der untergegangenen Donaumonarchie. Bei streckenweise nüchterner, ja kritischer Besc...
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| Auteur principal: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Langue: | Français |
| Publié: |
Revue germanique internationale
2011
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| Résumé: | Roth bezeichnete sich als Franzose aus dem Osten (Europas), und Paris galt ihm als Hauptstadt der Welt. Das Schicksal des Vertriebenen angesichts des herannahenden Genozids führte ihn zu eigentümlicher (V)-Erklärung der untergegangenen Donaumonarchie. Bei streckenweise nüchterner, ja kritischer Beschreibung liegt ihr doch eine Faszination zugrunde, die, gemessen an der unerträglichen Wirklichkeit der 20er- und vor allem der 30er-Jahre, paradoxerweise zu einer Inversion der Utopie führt : ohne zur Dystopie zu werden, projiziert sie die für den alkoholkranken Roth unerreichbare Zukunft in die Vergangenheit, die textual qua « retrognostische Utopie » zu erschreiben ist und nicht sozial konstruiert werden muß. Man fühlt sich erinnert an Freuds Diktum, daß sich der geistig nicht Gesunde die Welt so umbaue, daß er immerhin noch in ihr existieren könne. |
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