Le Cercle linguistique de Prague au carrefour des cultures
Der Prager Kreis für Sprachtheorie wird hier als eine selbständige Hervorbringung der mitteleuropäischen Kultur dargestellt, die aus den gleichen Quellen wie die westeuropäische Sprachwissenschaft schöpfte, sich jedoch von diesen Quellen distanzierte. Obwohl sie zugleich Saussure ablehnten, benützte...
Gardado en:
| Publicado en: | URI:https://journals.openedition.org/rgi, |
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| Autor Principal: | |
| Formato: | Article ou chapitre numérique |
| Idioma: | Français |
| Publicado: |
Revue germanique internationale
2011
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| Acceso en liña: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Résumé: | Der Prager Kreis für Sprachtheorie wird hier als eine selbständige Hervorbringung der mitteleuropäischen Kultur dargestellt, die aus den gleichen Quellen wie die westeuropäische Sprachwissenschaft schöpfte, sich jedoch von diesen Quellen distanzierte. Obwohl sie zugleich Saussure ablehnten, benützten die Mitglieder des Kreises Saussure als Mittel, sich von dem Einfluß der neogrammatikalischen Schule zu befreien, in der sie ausgebildet worden waren. Als Zeugnis der zwanziger Jahre und des neuen politischen Emanzipationspotentials, das die Gründung des tschechoslowakischen Staats freisetzte, war der Prager Kreis ein Zentrum nicht nur der Sprachwissenschaft, sondern überhaupt aller möglichen Betrachtungen über die Sprache. Sein Hauptbeitrag bestand in der Entwicklung der Phonologie, die als die Basis des sprachtheoretischen Gedankengebäudes angesehen wurde, da sich in ihr die phonetischen mit den semantischen Aspekten verbanden. Auf diesem Gebiet zeichnete sich N. Trubetzkoy ganz besonders aus. |
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