Der Himmel über Indien oder: Die Rückkehr des Wundermotivs in Ulla Lenzes Indienroman Schwester und Bruder

Die Auseinandersetzung mit dem ‚erdachten‘ und dem ‚erlebten‘ Indien hat den Indiendiskurs in der deutschen Literaturwissenschaft dominiert, deren Vertreter die ‚Indomanie‘ deutscher Schriftsteller kritisch unter die Lupe genommen und analysiert haben. Die wissenschaftliche Arbeit, gekoppelt mit der...

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Bibliografiska uppgifter
I publikationen:URI:https://journals.openedition.org/rg,
Huvudupphovsman: Acharya, Swati
Materialtyp: Article ou chapitre numérique
Språk:Allemand
Publicerad: Recherches germaniques 2019
Länkar:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Beskrivning
Sammanfattning:Die Auseinandersetzung mit dem ‚erdachten‘ und dem ‚erlebten‘ Indien hat den Indiendiskurs in der deutschen Literaturwissenschaft dominiert, deren Vertreter die ‚Indomanie‘ deutscher Schriftsteller kritisch unter die Lupe genommen und analysiert haben. Die wissenschaftliche Arbeit, gekoppelt mit der schriftstellerischen bzw. dichterischen ‚Berufung‘ der Indienbeflissenen unter den deutschen Romantikern, erklärt die ‚orientalische Renaissance‘, in deren Bann sich viele deutsche Schriftsteller im 19. Jahrhundert gezogen fühlten. Einige Werke unter der Rubrik des „erlebten“ Indiens versuchen, auf die Spuren der romantischen Tradition zu gehen. Der Beitrag richtet sein Augenmerk auf die Einbettung des 2003 erschienenen Indien-Romans Schwester und Bruder von Ulla Lenze in der romantischen Tradition, in der Indien als Ort ‚mythischer Erfahrung‘ stilisiert wird und das Wundermotiv wieder hergestellt wird.