„Sich ängstigen lernen, damit man nicht verloren ist“

Als existentialpsychologische Grunddisposition zählt die Angst zu den Elementarerfahrungen des Menschen. Sie verschärfte sich nach der Säkularisierung des metaphysischen Trostes, den die christliche Religion in einem die Angst (scheinbar) überwindenden Glauben bot. Vor diesem Hintergrund entwickelte...

Deskribapen osoa

Gorde:
Xehetasun bibliografikoak
Argitaratua izan da:URI:https://journals.openedition.org/rg,
Egile nagusia: Görner, Rüdiger
Formatua: Article ou chapitre numérique
Hizkuntza:Allemand
Argitaratua: Recherches germaniques 2019
Sarrera elektronikoa:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Deskribapena
Gaia:Als existentialpsychologische Grunddisposition zählt die Angst zu den Elementarerfahrungen des Menschen. Sie verschärfte sich nach der Säkularisierung des metaphysischen Trostes, den die christliche Religion in einem die Angst (scheinbar) überwindenden Glauben bot. Vor diesem Hintergrund entwickelte Søren Kierkegaard (1844) seine Untersuchung der Angst, verknüpft mit der Frage nach der Bedeutung der Erbsünde in profaner Zeit. Die literarische Moderne machte sich dann diesen Angst-Diskurs zueigen, was in dieser Studie exemplarisch an Stefan Zweigs Novelle „Angst“ erörtert wird. Sie untersucht gleichfalls wie die Angst zu einem motivgeschichtlichen Objekt geworden ist, das weiterhin unsere Daseinsdisposition konditioniert.