Abstraktion: Weltsprache oder Ausdruck der „dekadenten westlichen Moderne“?
Die Abstraktion, die Werner Haftmann anlässlich der zweiten documenta zur Weltsprache erhob, hat für etwa ein Jahrzehnt die Kunstszene der Bundesrepublik beherrscht und die gegenständliche Malerei ins Abseits gedrängt.Der Erfolg der abstrakten Kunst in Westdeutschland wird mit dem Sieg einer neuen,...
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| প্রকাশিত: | URI:https://journals.openedition.org/ilcea, |
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| প্রধান লেখক: | |
| বিন্যাস: | Article ou chapitre numérique |
| ভাষা: | Allemand |
| প্রকাশিত: |
ILCEA
2012
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| বিষয়গুলি: | |
| অনলাইন ব্যবহার করুন: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| সংক্ষিপ্ত: | Die Abstraktion, die Werner Haftmann anlässlich der zweiten documenta zur Weltsprache erhob, hat für etwa ein Jahrzehnt die Kunstszene der Bundesrepublik beherrscht und die gegenständliche Malerei ins Abseits gedrängt.Der Erfolg der abstrakten Kunst in Westdeutschland wird mit dem Sieg einer neuen, internationalen Sprache identifiziert, welche die Autonomie des Künstlers betont. Die kulturpolitische Bedeutung der Abstraktion, ihre Anerkennung in den Medien, ihre Förderung durch die Institutionen und nicht zuletzt ihr universeller Anspruch setzen sie schon Ende der vierziger Jahre den Angriffen der sowjetischen Kulturoffiziere und dann der Kulturfunktionäre der DDR aus.Der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eingliederung der Bundesrepublik in den westlichen Block entspricht also auch eine ästhetische Integration in die freie Welt, die westdeutsche Kunst wird nach einer Ausgrenzung von zwölf Jahren in die Gemeinschaft der freien Völker wieder einbezogen und grenzt sich somit sowohl von der nationalsozialistischen Vergangenheit als auch von der totalitären Staaten des Ostens ab. Wenn im Westen die Autonomie der Kunst proklamiert wird, so sollen in der DDR die Künstler einen nationalen Auftrag erfüllen, und werden aufgefordert, den Anweisungen der Kulturfunktionäre und Parteiideologen zu folgen.Dieser Beitrag setzt sich mit der Instrumentalisierung der abstrakten Kunst jenseits und diesseits des „Eisernen Vorhangs“ auseinander. Mehr als der kunsttheoretische und ästhetische Diskurs wird ein ideologisches Konstrukt hinterfragt, das im Osten die abstrakte Kunst als antihumanistisch, volksfeindlich und dekadent, als Instrument der Monopole und des BDI, als Negation des „klassischen Erbes“ verdammt, und im Westen die Kunst in eine ästhetische Kontinuität, die der „klassischen Moderne“, und in den Dienst der Versöhnung und der Westintegration stellt. |
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