Jürgen Doll, „Da war ich hin und weg“. Anmerkungen zur Rezeption des Frühwerks von Arno Schmidt in den 1950er und 1960er Jahren
In diesem Beitrag sollen am Beispiel Arno Schmidts, mit Hilfe der Rezensionen, der verschiedenen Briefwechsel des Autors und einer Sammlung von Leser-Reaktionen die Rezeptionsbedingungen progressiver Literatur in Adenauer-Deutschland illustriert werden. Dies geht von einem gegen Schmidt angestrengte...
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| In: | URI:https://journals.openedition.org/ilcea, |
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| Main Author: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Language: | Allemand |
| Published: |
ILCEA
2012
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| Subjects: | |
| Online Access: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Summary: | In diesem Beitrag sollen am Beispiel Arno Schmidts, mit Hilfe der Rezensionen, der verschiedenen Briefwechsel des Autors und einer Sammlung von Leser-Reaktionen die Rezeptionsbedingungen progressiver Literatur in Adenauer-Deutschland illustriert werden. Dies geht von einem gegen Schmidt angestrengten Prozess wegen Gotteslästerung und Pornographie über fast unüberwindliche Publikationsschwierigkeiten bis zu häufig negativen bis hasserfüllten Besprechungen in der deutschen Presse. Zugleich wird versucht, die noch sehr begrenzte Rezeption ab den fünfziger Jahren nachzuzeichnen, die besonders linke studentische Zirkel betraf, die für die Kombination von politisch-zeitgeschichtlicher Thematik und avantgardistischer Formkunst empfänglich waren. Schließlich soll, an Hand einiger Aspekte des Schmidtschen Frühwerks, der Frage nachgegangen werden, warum der häufig als Pessimist und egozentrischer Besserwisser kritisierte Autor gerade linke Leser anzuziehen vermochte. |
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