Fortschritt in abstrakter Form. Eine US-amerikanisch-spanische Annäherung in Bildern (1951-1964)

Wie Ästhetik durch politische Verhältnisse geprägt wird, zeigt die Formensprache der spanischen Kunst der 1950er Jahre in äußerst drastischer und anschaulicher Weise. Die spanische Diktatur unter Francisco Franco sympathisierte und kooperierte bis zu deren Niederlage mit den faschistischen Systemen...

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Detaylı Bibliyografya
Yayımlandı:URI:https://journals.openedition.org/ilcea,
Yazar: Raminger, Kathrin
Materyal Türü: Article ou chapitre numérique
Dil:Allemand
Baskı/Yayın Bilgisi: ILCEA 2012
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Özet:Wie Ästhetik durch politische Verhältnisse geprägt wird, zeigt die Formensprache der spanischen Kunst der 1950er Jahre in äußerst drastischer und anschaulicher Weise. Die spanische Diktatur unter Francisco Franco sympathisierte und kooperierte bis zu deren Niederlage mit den faschistischen Systemen der Achsenmächte und zeigte sich auch in ihrer offiziellen Kunst als stilistisch und inhaltlich konservativ und von nationalen Werten geprägt. Dieses Erscheinungsbild änderte sich mit dem durch das nunmehr gemeinsame Feindbild des Kommunismus bedingten Herantreten der USA an die international geächtete Diktatur schlagartig: Als Zugeständnis an den neuen, für das verarmte Spanien überlebenwichtigen Verbündeten präsentierte die Diktatur in offiziellen Ausstellungen nun „fortschrittliche“ abstrakte Stile, die von zahlreichen US-amerikanischen Kräften assoziiert wurden. Die Diktatur bewies damit nicht nur ihre hohe Anpassungsfähigkeit an veränderte geopolitishe Rahmenbedingungen, sondern demonstrierte auch einen bildsprachlichen und ästhetischen Richtungswechsel um 180°, der – obwohl von der franquistischen Kunstkritik nicht immer wohlwollend aufgenommen – die Ära einer neuen franquistischen Kultur einläutete.