„Papiere welche die Nachwelt nicht zu beschnobern braucht“. Gottfried August Bürger als Briefschreiber

Obwohl Bürger seine Freunde und Verleger wiederholt aufgefordert hatte, die nur zum Privatgebrauch und zur Unterhaltung gedachten Briefe zu verbrennen, sind über 1800 Briefe erhalten geblieben und werden im Wallstein Verlag (Göttingen) veröffentlicht. Diese Fundgrube bestätigt Bürgers Interesse für...

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Dades bibliogràfiques
Publicat a:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Autor principal: Joost, Ulrich
Format: Article ou chapitre numérique
Idioma:Allemand
Publicat: Cahiers d’études germaniques 2017
Matèries:
Accés en línia:Accès Université d'Orléans et IFPM
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Descripció
Sumari:Obwohl Bürger seine Freunde und Verleger wiederholt aufgefordert hatte, die nur zum Privatgebrauch und zur Unterhaltung gedachten Briefe zu verbrennen, sind über 1800 Briefe erhalten geblieben und werden im Wallstein Verlag (Göttingen) veröffentlicht. Diese Fundgrube bestätigt Bürgers Interesse für die Volkskultur und nicht den bürgerlichen Anstandsregeln entsprechende Ausdrucksformen. Die Briefe sind von biographischem Interesse, lassen die Schreibstrategien des Sturm und Drang wie die Unmittelbarkeit des Ausdrucks und die Orientierung an der Individualität des Adressaten sowie die Reflexivität des Schreibens erkennen und charakterisieren sich durch stilistische Wagnisse (Wortspiele, Aposiopese, Paronomasie). Bürgers intertextuelle Verweise beziehen sich u. a.auf die Bibel und den Pietismus und grenzen durch ihre Schlüpfrigkeiten an die Blasphemie.