Le théâtre de Thomas Ostermeier : phénomène culturel ou démarche artistique ? Suivi d’un entretien avec Thomas Ostermeier
Es war u.a. eine „Photographie der Krupp-Werke oder der AEG“, die Brecht dazu veranlasste, den Realismus-Begriff kritisch zu hinterfragen. Er stellte fest, das aus dem Photo selbst, so „realistisch“ es auch erscheinen mochte, keine brauchbare Vorstellung der innerbetrieblichen Arbeitsbedingungen ode...
Wedi'i Gadw mewn:
| Cyhoeddwyd yn: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Prif Awdur: | |
| Fformat: | Article ou chapitre numérique |
| Iaith: | Français |
| Cyhoeddwyd: |
Cahiers d’études germaniques
2020
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| Pynciau: | |
| Mynediad Ar-lein: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Crynodeb: | Es war u.a. eine „Photographie der Krupp-Werke oder der AEG“, die Brecht dazu veranlasste, den Realismus-Begriff kritisch zu hinterfragen. Er stellte fest, das aus dem Photo selbst, so „realistisch“ es auch erscheinen mochte, keine brauchbare Vorstellung der innerbetrieblichen Arbeitsbedingungen oder Machtkonstellationen herausgelesen werden konnte. Eine „realistische Schreibweise“, meinte Brecht, setzte dann voraus, dass man bereit war, „‘etwas aufzubauen’, etwas ‘Künstliches’, ‘Gestelltes’“. „Es ist also ebenso tatsächlich Kunst nötig“. Das Theater des Thomas Ostermeier macht sich diese Realismuslogik zu eigen, die bestimmte „Vorgänge“ (Brecht) in der heutigen Welt zu durchleuchten versucht. Es geht u. a. darum, das soziale Verhalten der Menschen unter die theatralische Lupe zu nehmen, um eine bestimmte ideologische und soziopolitische „Involution“ der gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse einer radikalen Kritik zu unterziehen. Als Hauptinstrument dieser Kritik dient das „soziologische“ Theater des Regisseurs – er zieht diesen Terminus dem eines „realistischen“ Theaters vor –, das sich des Öfteren die Aktualisierung alter Texte vornimmt. Anhand dreier Shakespeare-Inszenierungen Thomas Ostermeiers (Hamlet – 2008, Othello – 2010 und Maß für Maß – 2011) wird das Protestpotenzial einer solchen realistischen Ästhetik befragt, fiktionale Illusion und Interesse am Konkreten miteinander verknüpft und Textaktualisierungen dazu benutzt, eine zugleich spiegelartig-reflexive und distanzierte Beziehung zum Zuschauer aufzubauen. Dadurch soll ihm eine bessere Erkenntnis der kritisierten Tatsachen und Vorgänge ermöglicht werden. |
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