German an Lichtfreund. Die Hyperboreischen Briefe und das preußische Religionsedikt (9.7.1788)
Vorliegender Beitrag untersucht die Reaktion der Zeitschrift Hyperboreische Briefe (hrsg. 1788-1790 von Wilhelm Ludwig Wekhrlin) auf den Erlass des preußischen Religionsediktes von 1788. Hier ging es nicht um eine begrenzte kirchliche Maßnahme, vielmehr stand nach Friedrichs Ableben die preußische A...
Sparad:
| I publikationen: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Materialtyp: | Article ou chapitre numérique |
| Språk: | Allemand |
| Publicerad: |
Cahiers d’études germaniques
2017
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| Länkar: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Sammanfattning: | Vorliegender Beitrag untersucht die Reaktion der Zeitschrift Hyperboreische Briefe (hrsg. 1788-1790 von Wilhelm Ludwig Wekhrlin) auf den Erlass des preußischen Religionsediktes von 1788. Hier ging es nicht um eine begrenzte kirchliche Maßnahme, vielmehr stand nach Friedrichs Ableben die preußische Aufklärungspolitik der letzten 40 Jahre zur Disposition. Die Obrigkeit wollte durch Verstärkung der Zensur die immer schwieriger zu lenkende Öffentlichkeit unter Kontrolle bringen. W. L. Wekhrlin, einer der ersten deutschen Meinungsjournalisten, sah darin eine Gefährdung seines Berufs – ja seiner Berufung (Advokat des Publikums) – sowie seiner Existenzgrundlage, da er ausschließlich von seinen Publikationen lebte. Daher reagierte er sofort auf diese Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit. Wie der Titel besagt, bestehen die meisten Aufsätze aus Briefen, die von fiktiven Korrespondenten geschrieben werden. Die Hyperboreischen Briefe persiflierten das preußische Religionsedikt regelrecht in der Tradition der epistolae obscurorum virorum. Die „civilité épistolaire“ mildert die ungewöhnlich scharfe politische Kritik jedoch formal ab und erhöhte somit ihre weitergehende Akzeptanz für das Aufklärungspublikum. |
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