Das strategische Potenzial des Briefes: Friedrich Melchior Grimms Correspondance littéraire zwischen Privatbriefkultur und Pressewesen
In einer Nische der europäischen Briefkultur entstand im 18. Jahrhundert ein Medium, das zwischen gedrucktem Periodikum, Privatkorrespondenz und Diplomatenpost zu verorten ist. Literarische Korrespondenten versorgten die europäischen Höfe mit den neuesten Nachrichten aus Paris. Durch die Versendung...
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| Publicado en: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Autor Principal: | |
| Formato: | Article ou chapitre numérique |
| Idioma: | Allemand |
| Publicado: |
Cahiers d’études germaniques
2017
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| Sujets: | |
| Acceso en liña: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Résumé: | In einer Nische der europäischen Briefkultur entstand im 18. Jahrhundert ein Medium, das zwischen gedrucktem Periodikum, Privatkorrespondenz und Diplomatenpost zu verorten ist. Literarische Korrespondenten versorgten die europäischen Höfe mit den neuesten Nachrichten aus Paris. Durch die Versendung in Form handschriftlich verfasster Briefe konnten diese correspondances littéraires die Zensur umgehen. So fanden Rezensionen, Berichte über Theater- und Musikaufführungen, philosophische Novitäten, politisch Brisantes, Salonklatsch und Modetrends ihren Weg in die Hände von Adeligen und anderen Privilegierten fern von Paris. Gleichzeitig bedeutendste und eigentümlichste Vertreterin dieses Medientypus war die von 1753 bis 1775 von Friedrich Melchior Grimm geführte Correspondance littéraire, philosophique et critique. Bedeutend aufgrund von Umfang und Auswahl des Autoren- und Empfängerkreises; eigentümlich vor allem durch die spezifische Medialität, die sich unter Grimm herausbildete: Durch Nutzung des strategischen Potenzials der Briefform konnten aufklärerische Ideen im exklusiven Kreis diskutiert und verbreitet werden. |
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