« Ich bin 1 Volk ». Chance 2000 : subversion et renaissance de l’espace public chez Christoph Schlingensief
Im Rahmen des Wahlkampfs für die Bundestagswahl 1998 gründet der Künstler Christoph Schlingensief die politische Partei Chance 2000, die sich zum Auftrag macht, die von der „Berliner Republik“ Ausgegrenzten dazu zu ermuntern, den öffentlichen Raum zurückzuerobern. Den demokratischen Spielregeln verp...
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| Udgivet i: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Hovedforfatter: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Sprog: | Français |
| Udgivet: |
Cahiers d’études germaniques
2020
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| Fag: | |
| Online adgang: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Summary: | Im Rahmen des Wahlkampfs für die Bundestagswahl 1998 gründet der Künstler Christoph Schlingensief die politische Partei Chance 2000, die sich zum Auftrag macht, die von der „Berliner Republik“ Ausgegrenzten dazu zu ermuntern, den öffentlichen Raum zurückzuerobern. Den demokratischen Spielregeln verpflichtet, veranstaltet die Partei zahlreiche Politaktionen, die diese Initiative an den Schnittstellen zwischen Kunst und Politik verorten. Dadurch wird nicht nur jede Herangehensweise an diesen besonderen Untersuchungsgegenstand zum Problem, sondern auch die Wahl der zu diesem Zweck in Frage kommenden wissenschaftlichen und fachspezifischen Methoden. Der Artikel untersucht Chance 2000 unter dem Gesichtspunkt der Politik- und Sozialwissenschaft. Dabei wird die proklamierte Selbstdefinition als „politische Partei“ auf der Grundlage der Theorien von Max Weber und Maurice Duverger hinterfragt. In dem Maße, wie Schlingensief Stimmen „zu Gehör bringen“, das heißt, persönliche Erfahrungen öffentlich machen will, wovon die von ihm gewählten Slogans Zeugnis ablegen, kann Chance 2000 auch als ein doppelter Vorgang der Subversion und zugleich der Rückeroberung des öffentlichen Raums angesehen werden. Der Begriff des öffentlichen Raums bezieht sich dabei auf den Kommunikationsraum zwischen Privatsphäre und Staat im Sinne Jürgen Habermas’, sowie auf den physischen Raum der Zirkulation von Ideen und Menschen, wie ihn Architektur und Urbanismus heute auffassen. |
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