Peter Stein à la Schaubühne, un engagement contre-culturel ? Kleists Traum vom Prinzen Homburg ou le basculement vers l’utopie
Schon bei ihrer Gründung 1962 kennzeichnet sich die Schaubühne am Halleschen Ufer durch ein engagiertes Repertoire. Erst mit ihrer Reform 1970 distanziert sie sich aber entschieden vom konventionellen Theater: Das Entstehen eines Theaterkollektivs unter Peter Stein, das auf dem Prinzip der Mitbestim...
Uloženo v:
| Vydáno v: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Hlavní autor: | |
| Médium: | Article ou chapitre numérique |
| Jazyk: | Français |
| Vydáno: |
Cahiers d’études germaniques
2020
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| Témata: | |
| On-line přístup: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Shrnutí: | Schon bei ihrer Gründung 1962 kennzeichnet sich die Schaubühne am Halleschen Ufer durch ein engagiertes Repertoire. Erst mit ihrer Reform 1970 distanziert sie sich aber entschieden vom konventionellen Theater: Das Entstehen eines Theaterkollektivs unter Peter Stein, das auf dem Prinzip der Mitbestimmung und der kollektiven Verantwortung beruht, ist als gegenkultureller Akt zu verstehen, der „die Theaterpraxis in den Dienst des gesellschaftlichen Fortschritts stellen“ will (Pressekonferenz der Schaubühne vom 14.12.1970). Unter Peter Stein und Claus Peymann kommen epochemachende Inszenierungen zustande, wie Die Mutter oder Peer Gynt. Jedoch erheben sich nach den Erfolgen der ersten Spielzeit kritische Stimmen gegen eine „museale“ Bearbeitung der Vergangenheit, der vorgeworfen wird, sie kehre dem ursprünglichen politischen Engagement den Rücken. Parallel zum Abbröckeln des Kollektivs lässt sich eine Wandlung von der Gegenkultur zur Utopie beobachten, die anhand der 1972 inszenierten Homburg-Version Kleists Traum vom Prinzen Homburg analysiert werden soll. |
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