Une cinématographie de la contre-culture politique ouvrière : la trilogie de Christian Ziewer – Liebe Mutter, mir geht’s gut (1971) ; Schneeglöckchen blühen im September (1973) ; Der aufrechte Gang (1975) – et son contexte
Im Gefolge des radikalen Protests gegen den westdeutschen Staat versuchte die erste Generation der seit 1966 bestehenden Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin eine kinematografische Gegenkultur zu etablieren, die im wesentlichen neue filmische Repräsentationen der Gesellschaft der 1960er und 197...
Salvato in:
| Pubblicato in: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Autore principale: | |
| Natura: | Article ou chapitre numérique |
| Lingua: | Français |
| Pubblicazione: |
Cahiers d’études germaniques
2020
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| Soggetti: | |
| Accesso online: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Riassunto: | Im Gefolge des radikalen Protests gegen den westdeutschen Staat versuchte die erste Generation der seit 1966 bestehenden Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin eine kinematografische Gegenkultur zu etablieren, die im wesentlichen neue filmische Repräsentationen der Gesellschaft der 1960er und 1970er Jahre mit ihren vielschichtigen Konflikten auf die Leinwand bringen wollte. Diesem ersten Jahrgang gehörte u.a. Christian Ziewer an, der Autor von dokumentarisch untermauerten Filmfiktionen, die unter alternativen Produktions- und Verleihbedingungen gedreht wurden. Derart konzipierte Fiktionen schufen Bilder, die durch präzise eingesetzte Filmmittel (vom Bildausschnitt bis zur systematischen Verwendung von Off-Stimmen), den Arbeits- und Widerstandshabitus einer in den Filmen der damaligen Zeit weitgehend ausgeklammerten Berliner Arbeiterklasse (mit ihren „Gastarbeitern“) filmisch gestalten. So rückten Ziewers Filme beispielsweise die politische Gegenkultur der sog. „wilden Streiks“ in den Mittelpunkt der Darstellung. Indem sie Drehbücher verfilmten, an denen Arbeiter mitgewirkt hatten, und sich die Gesichter und die Diktion von Laiendarstellern zunutze machte, rückte Ziewers Kamera möglichst nah an die Fabrikwirklichkeit heran, um deren unbändige aber auch widerspruchsträchtigen Energien zugleich „sichtbar“ und „sichtig“ (Brecht) zu machen. |
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