Les femmes juives dans le premier mouvement féministe allemand (1865-1933)

Eine große Anzahl jüdischer Frauen war in der ersten deutschen Frauenbewegung engagiert. Diese Frauen standen aber vor einem für kulturelle Minderheiten charakteristischen Dilemma: Einerseits hatten sie den Wunsch, von der Mehrheit akzeptiert zu werden, andererseits den Willen, ihre eigenen Besonder...

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Bibliografiska uppgifter
I publikationen:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Huvudupphovsman: Briatte, Anne-Laure
Materialtyp: Article ou chapitre numérique
Språk:Français
Publicerad: Cahiers d’études germaniques 2019
Ämnen:
Länkar:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Beskrivning
Sammanfattning:Eine große Anzahl jüdischer Frauen war in der ersten deutschen Frauenbewegung engagiert. Diese Frauen standen aber vor einem für kulturelle Minderheiten charakteristischen Dilemma: Einerseits hatten sie den Wunsch, von der Mehrheit akzeptiert zu werden, andererseits den Willen, ihre eigenen Besonderheiten zu bewahren. Dieser Beitrag stellt dieses Dilemma in seinen verschiedenen Facetten dar: Die starke Beteiligung jüdischer Frauen an der deutschen Frauenbewegung spiegelt ihren Wunsch nach Assimilation wider, wobei es ihnen wichtig war, ihre Identität mit der dominanten Kultur herauszustellen. Ihre im zweiten Teil vorgestellte Organisation ab 1904 im Jüdischen Frauenbund basiert hingegen auf dem Wunsch, sich zu seinem Unterschied zu bekennen und dessen Anerkennung zu suchen, was das Engagement in nicht-jüdischen Vereinigungen keineswegs ausschloss. Der dritte Teil zeigt, mit welchen Formen von Diskriminierung und Ausschlussmechanismen die jüdischen Frauen innerhalb der Frauenbewegung konfrontiert waren, die unter dem Deckmantel der religiösen Neutralität gleichgültig, wenn nicht sogar feindlich gegenüber den Interessen jüdischer Frauen war.