Preußisch? Protestantisch? Plebejisch? Berlins Entwicklung zu einer Metropole kritischer Gegenkultur
Berlins Funktion als Zentrum der „Stadtkultur“ während der Einmauerung der Metropole ist nicht vom Himmel gefallen. Viele spezifische Bedingungen seiner Frühgeschichte erzeugen offenbar die Disposition für eine besondere Berliner Mentalität, die gerne als nüchtern, realistisch, sarkastisch und obrig...
Sábháilte in:
| Foilsithe in: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Príomhchruthaitheoir: | |
| Formáid: | Article ou chapitre numérique |
| Teanga: | Allemand |
| Foilsithe / Cruthaithe: |
Cahiers d’études germaniques
2020
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| Ábhair: | |
| Rochtain ar líne: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Achoimre: | Berlins Funktion als Zentrum der „Stadtkultur“ während der Einmauerung der Metropole ist nicht vom Himmel gefallen. Viele spezifische Bedingungen seiner Frühgeschichte erzeugen offenbar die Disposition für eine besondere Berliner Mentalität, die gerne als nüchtern, realistisch, sarkastisch und obrigkeitskritisch charakterisiert wird. In der jüngeren Historie Berlins, insbesondere in den sechzig Jahren als Hauptstadt von Monarchie und Republik, entsteht hier mit der künstlerisch-kulturellen Opposition gegen herrschende Politik eine eigene neue Tradition. Nachdem der Zweite Weltkrieg dann Deutschland als geteiltes Land ohne Hauptstadt hinterlassen hat und das funktionslose „Rest-Berlin“ allmählich gänzlich zur Insel wird, disponieren soziale und ideologische Konstellationen die Stadt schließlich zu einer Art Kombination aus „Schaufenster des Westens“ und kulturell genutzter Industriebrache. Durch die Verschränkung der genannten Aspekte will dieser Beitrag eine Ahnung davon geben, warum Berlin sich von 1961 an zu einem einmaligen Biotop alternativer Kunst und Kultur entwickelte. |
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