Alfred Döblin. Autor der Unruhe

Der bislang unveröffentlichte Essai von Jirgl ist eine leicht gekürzte Fassung eines im Rahmen der „Mosse-Lectures“ gehaltenen Vortrags. Darin zeichnet der Autor die Faszination nach, die Döblin auf seine eigene Schreibweise ausübte und ihm dadurch die Entwicklung seiner ihm eigenen Art, das Deutsch...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Veröffentlicht in:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
1. Verfasser: Jirgl, Reinhard
Format: Article ou chapitre numérique
Sprache:Allemand
Veröffentlicht: Cahiers d’études germaniques 2017
Schlagworte:
Online Zugang:Accès Université d'Orléans et IFPM
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Beschreibung
Zusammenfassung:Der bislang unveröffentlichte Essai von Jirgl ist eine leicht gekürzte Fassung eines im Rahmen der „Mosse-Lectures“ gehaltenen Vortrags. Darin zeichnet der Autor die Faszination nach, die Döblin auf seine eigene Schreibweise ausübte und ihm dadurch die Entwicklung seiner ihm eigenen Art, das Deutsche zu schreiben, ermöglichte. In seinem Essai befasst sich Jirgl mit dem Begriff des „Naturalismus“, indem er sich Büchner zuwendet, um mit diesem Begriff eine wesentliche Konstante döblinscher Schriften offen zu legen – ein Begriff, den er mit der Wahrnehmung zeitgenössischer Technikentwicklungen kontrastiert – die, nach Jirgl, eher Un- denn Wohltaten darstellen. Der zweite Begriff, den Jirgl hinterfragt, ist jener des engagierten Schriftstellers, einer Haltung, die Döblin seinerseits abgelehnt habe – eine Ablehnung, die in dieser Form von ihm geteilt wird. Indem er sie aus diesen beiden Kernbegriffen ableitet, wirft Jirgl die Frage nach der Rolle von Literatur auf.Die Einleitung zu diesem Essai versorgt den Leser mit biographischen sowie werkbezogenen Informationen über Jirgl und dessen Oeuvre, das zum Teil in der DDR entstand und von einer Sozialisation der Opposition zum DDR-Regime geprägt ist. Ebenfalls versucht sie einige der Interpretationen Jirgls, die dessen Lektüre entsprechen, zu relativieren, um zu unterstreichen, dass die Döblinsche „Polyphonie“ vielfältige, manchmal sich widersprechende Lektürewege eröffnet.