Der ‚Langemarck-Mythos‘ im Exil
Noch während des Ersten Weltkriegs, insbesondere aber in der Zwischenkriegszeit, entwickelte sich aus einer nicht einmal halbwahren Meldung der Obersten Heeresleitung zu einer recht unbedeutenden Schlacht in der Nähe des flandrischen Dorfes Langemarck ein wahrer Mythos, der die Vorstellung vom opfer...
Shranjeno v:
| izdano v: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Glavni avtor: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Jezik: | Allemand |
| Izdano: |
Cahiers d’études germaniques
2019
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| Teme: | |
| Online dostop: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Izvleček: | Noch während des Ersten Weltkriegs, insbesondere aber in der Zwischenkriegszeit, entwickelte sich aus einer nicht einmal halbwahren Meldung der Obersten Heeresleitung zu einer recht unbedeutenden Schlacht in der Nähe des flandrischen Dorfes Langemarck ein wahrer Mythos, der die Vorstellung vom opferbereiten Patriotismus der deutschen akademischen Jugend im kollektiven Gedächtnis des Bildungsbürgertums verankerte. Das weitgehend zum antirepublikanischen Symbol avancierte Narrativ konnte, bevor es allmählich in der nazistischen Ideologie erstarrte, zunächst auch vom NS-Regime für dessen Zwecke genutzt werden. Welche Bedeutung hatte es jedoch für die ins Ausland geflohenen Gegner des Regimes? Ausgehend von der Feststellung, dass der Mythos Langemarck im Exil weder totgeschwiegen noch systematisch dekonstruiert wurde, befasst sich der Beitrag mit der Frage, was aus einem nationalen Mythos wird, wenn der geographische Bezugsrahmen fehlt. |
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