Mythologie der Unvernunft
Thomas Manns Faustus-Roman wurde vorgeworfen, dass er den nationalistischen Propagandamythos vom ‚faustischen deutschen Wesen‘ nur anti-nationalistisch ins düstere Gegenteil verkehre und damit als irrationale Geschichtsdeutung fortschreibe. Im Gegensatz dazu vertritt dieser Beitrag die These, dass d...
Uloženo v:
| Vydáno v: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Hlavní autor: | |
| Médium: | Article ou chapitre numérique |
| Jazyk: | Allemand |
| Vydáno: |
Cahiers d’études germaniques
2019
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| Témata: | |
| On-line přístup: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Shrnutí: | Thomas Manns Faustus-Roman wurde vorgeworfen, dass er den nationalistischen Propagandamythos vom ‚faustischen deutschen Wesen‘ nur anti-nationalistisch ins düstere Gegenteil verkehre und damit als irrationale Geschichtsdeutung fortschreibe. Im Gegensatz dazu vertritt dieser Beitrag die These, dass der Roman diese Fortschreibung mit der Erzählerfigur Zeitblom auf Distanz rückt und damit die durchschlagende, gegen Aufklärung und Ideologiekritik resistente Macht völkerpsychologischer Mythen bewusst macht. Mit dieser mythenkritischen Darstellung ist der Romanautor einen Erkenntnisschritt weiter als der Essayist Thomas Mann. Verschärft wird diese Perspektive durch die Kritik des Exilanten Mann an der inneren Emigration, die Zeitblom verkörpert. |
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