Mythe des origines dans Das Hebräerland d’Else Lasker-Schüler

Ein Jahr nach ihrem ersten Aufenthalt in Palästina beendet Else Lasker-Schüler 1935 im Schweizer Exil ihren illustrierten Reisebericht Das Hebräerland. Das für sie erschütternde Reiseerlebnis wird mit den bereits viel früher von ihr entworfenen literarischen und mythischen Bildern des Orients und Je...

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Dans:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Auteur principal: WIMMER, Katja
Format: Article ou chapitre numérique
Langue:Français
Publié: Cahiers d’études germaniques 2019
Sujets:
Accès en ligne:Accès Université d'Orléans et IFPM
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Description
Résumé:Ein Jahr nach ihrem ersten Aufenthalt in Palästina beendet Else Lasker-Schüler 1935 im Schweizer Exil ihren illustrierten Reisebericht Das Hebräerland. Das für sie erschütternde Reiseerlebnis wird mit den bereits viel früher von ihr entworfenen literarischen und mythischen Bildern des Orients und Jerusalems konfrontiert (Man denke insbesondere an das orientalisierende literarische Reich ihrer berühmten ‚Spielfigur‘ Prinz Jussuf – die sich an das Modell des biblischen Joseph anlehnt –, aber auch an ihr lyrisches Werk). Obwohl die Reise sich zunächst einmal als Enttäuschung erweist, soll hier gezeigt werden, dass im Buch Strategien entwickelt werden, um trotz allem einen nun in vielfacher Hinsicht bedrohten Ursprungsmythos, und zwar sowohl in seiner kollektiven, individuellen als auch künstlerischen Dimension, aufrechtzuerhalten. Im Hebräerland wird eine Poetik von Flug und Fall ins Leben gerufen: Auf Wiederaufbau mag Zerstörung folgen, aber auf Zerstörung auch Wiederaufbau. Diese Kreisbewegung soll insbesondere mittels des künstlerischen Schaffensprozesses stattfinden.