Hybridisierung und Erotisierung des Mythos

Thomas Manns Mythos-Verständnis, welches für seine Roman-Tetralogie Joseph und seine Brüder (1933-1943) grundlegend ist, wird in diesem Aufsatz als Gegenentwurf zum faschistischen Einheitsmythos von Volk und Rasse verstanden. Dieser faschistische Mythos wurde vor allem von Alfred Baeumler (1926) ent...

पूर्ण विवरण

में बचाया:
ग्रंथसूची विवरण
में प्रकाशित:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
मुख्य लेखक: Pekar, Thomas
स्वरूप: Article ou chapitre numérique
भाषा:Allemand
प्रकाशित: Cahiers d’études germaniques 2019
विषय:
ऑनलाइन पहुंच:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
विवरण
सारांश:Thomas Manns Mythos-Verständnis, welches für seine Roman-Tetralogie Joseph und seine Brüder (1933-1943) grundlegend ist, wird in diesem Aufsatz als Gegenentwurf zum faschistischen Einheitsmythos von Volk und Rasse verstanden. Dieser faschistische Mythos wurde vor allem von Alfred Baeumler (1926) entworfen und später von Alfred Rosenberg in dem Standardwerk der NS-Ideologie, Der Mythus des 20. Jahrhunderts (1930), ausgeführt. Auf diese beiden Ideologen bezieht sich Thomas Mann explizit und kritisch. Der Schriftsteller und Begründer der Paneuropa-Union, Richard Nikolaus Graf Coudenhove-Kalergi (1894-1972), dem Thomas Mann 1926, als er gerade mit der Konzeption und anfänglichen Niederschrift seines Josephsromans beschäftigt war, in Paris erstmalig begegnete, bedeutete, so meine These, eine Verkörperung seines hybriden, anti-faschistischen Mythos-Verständnisses, welches zudem von einer erotischen Faszination gespeist war. Damit sind die beiden grundlegenden Prinzipien, Hybridisierung und Erotisierung, genannt, die für Thomas Manns Mythos-Verständnis und damit für seinen Josephsroman als grundlegend angesehen werden.