Musik erzählt

Der Artikel befasst sich mit der Rezeption elektronischer Musik im zeitgenössischen Roman anhand zweier Romantrilogien, die zwischen den 1980er Jahren und heute entstanden sind. Dabei handelt es sich um Techno in den Werken des Deutschen Rainald Goetz (Irre, Kontrolliert und Rave) und Punk-Rock im W...

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Shranjeno v:
Bibliografske podrobnosti
izdano v:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Glavni avtor: NEELSEN, Sarah
Format: Article ou chapitre numérique
Jezik:Allemand
Izdano: Cahiers d’études germaniques 2019
Teme:
Online dostop:Accès Université d'Orléans et IFPM
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Opis
Izvleček:Der Artikel befasst sich mit der Rezeption elektronischer Musik im zeitgenössischen Roman anhand zweier Romantrilogien, die zwischen den 1980er Jahren und heute entstanden sind. Dabei handelt es sich um Techno in den Werken des Deutschen Rainald Goetz (Irre, Kontrolliert und Rave) und Punk-Rock im Werk der Französin Virginie Despentes, Vernon Subutex. Der Vergleich zeigt, dass beide AutorInnen sich zunächst für E-Musik in ihrer populären Variante als Kulisse, Milieu und soziale Praxis interessieren. Doch als Gegen-Kultur ist die Musik nicht nur eine Herausforderung der bürgerlichen Ordnung sondern auch ihrer Erzählmuster. Beide AutorInnen nehmen sich den DJ zum Vorbild, um die Narration einer musikalischen Produktionsästhetik anzunähern. Das ‚Handwerk‘ des DJ liegt dabei im Vordergrund: Das Auflegen von Platten ist ein Hören lernen und ein greifendes Schöpfen. Beide Qualitäten ergeben neue Verknüpfungsregeln, die von Goetz und Despentes narrativ und gesellschaftlich eingesetzt werden.