« Für die war ich Luft »
Die Intensivierung eines radikalen Antisemitismus in Deutschland in den Dreißigerjahren erlebten die jungen jüdischen Jungen und Männer als eine Beeinträchtigung der eigenen Körperlichkeit und Geschlechtsidentität. Ihre deutsch-jüdische Männlichkeit im Werden wurde von jenen antisemitischen Diskurse...
Gespeichert in:
| Veröffentlicht in: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| 1. Verfasser: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Sprache: | Français |
| Veröffentlicht: |
Cahiers d’études germaniques
2019
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| Schlagworte: | |
| Online Zugang: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Zusammenfassung: | Die Intensivierung eines radikalen Antisemitismus in Deutschland in den Dreißigerjahren erlebten die jungen jüdischen Jungen und Männer als eine Beeinträchtigung der eigenen Körperlichkeit und Geschlechtsidentität. Ihre deutsch-jüdische Männlichkeit im Werden wurde von jenen antisemitischen Diskursen, Schimpfwörtern und Verletzungen maßgebend beeinflusst, weil sie die deutsch-jüdischen Körper in ihrer Materialität angriffen. Körperhaltungen, Gesten, Habitus, Sprech- und Verhaltensweisen standen somit unter ständiger Überwachung und wurden dementsprechend adaptiert. In den autobiografischen Erzählungen und Lebensgeschichten (u.a. des „Israel-Korpus“) kommen diese Identitätswunden im Nachhinein zum Ausdruck: Sie bilden sowohl narrative als auch materielle Spuren vergangener rassistischer und vergeschlechtlichter Beschimpfungen. |
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