Récits du moi multilingue chez Yoko Tawada et José F. A. Oliver

Der vorliegende Artikel vergleicht Yoko Tawadas und José F. A. Olivers Erzählungen des mehrsprachigen Selbst und analysiert die Rolle der graphischen und lautlichen Materialität der Sprache(n), wie sie auf narrativer Ebene in den Bänden Überseezungen und Talisman (Tawada) sowie Fremdenzimmer und Mei...

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Detalhes bibliográficos
Publicado no:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Autor principal: THIÉRARD, Hélène
Formato: Article ou chapitre numérique
Idioma:Français
Publicado em: Cahiers d’études germaniques 2019
Assuntos:
Acesso em linha:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Descrição
Resumo:Der vorliegende Artikel vergleicht Yoko Tawadas und José F. A. Olivers Erzählungen des mehrsprachigen Selbst und analysiert die Rolle der graphischen und lautlichen Materialität der Sprache(n), wie sie auf narrativer Ebene in den Bänden Überseezungen und Talisman (Tawada) sowie Fremdenzimmer und Mein andalusisches Schwarzwalddorf (Oliver) eingesetzt wird. Beide Autoren haben eine mehrsprachige Poetik gemeinsam, die von einer ‚weltbildenden‘ Sprachauffassung zeugt: Ausgehend von ihrer eigenen mehrsprachigen Erfahrung, erzählen sie von den psychischen und physischen Prozessen, durch welche sich das Subjekt in seinem Verhältnis zur Welt sprachlich konstituiert. Bei Tawada wie bei Oliver ist die Materialität der jeweils anderen Sprache Teil eines narrativen Dispositivs, das eine sprachliche Dezentrierung des Lesers auslöst; dieser soll dessen bewusst werden, dass die Erfahrung der Welt nicht nur sprachlich mediatisiert wird, sondern auch von einer zur anderen Sprache variiert. Mehrsprachigkeit wird dabei als einen beweglichen Zugang zur Welt befürwortet, durch den ihre Vielschichtigkeit erst erfahrbar wird.