Krisen und Katastrophen in der Fußballberichterstattung aus korpusanalytischer Sicht
Krisen und Katastrophen gehören zum Standardvokabular des medialen Diskurses über den Fußball. Dieser Artikel geht diesen Redeweisen mit korpusanalytischen Methoden nach. Auf der Grundlage umfangreicher Korpora von Pressetexten der Fußballberichterstattung werden mit quantitativ-statistischen Method...
Shranjeno v:
| izdano v: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
|---|---|
| Glavni avtor: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Jezik: | Allemand |
| Izdano: |
Cahiers d’études germaniques
2018
|
| Teme: | |
| Online dostop: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Izvleček: | Krisen und Katastrophen gehören zum Standardvokabular des medialen Diskurses über den Fußball. Dieser Artikel geht diesen Redeweisen mit korpusanalytischen Methoden nach. Auf der Grundlage umfangreicher Korpora von Pressetexten der Fußballberichterstattung werden mit quantitativ-statistischen Methoden typische lexikalische und syntagmatische Muster ermittelt und qualitativ untersucht. Was zunächst nach bloß dramatisierendem Sprachgebrauch aussieht, erweist sich so als durchaus eigenständige und auf Besonderheiten der sprachlichen Form beziehbare Konzeptualisierungen von Krisen und Katastrophen in diesem Diskursbereich, wo die entsprechenden Lexeme vornehmlich evaluative Funktionen erfüllen. Es zeigt sich, dass sich die korpusanalytischen Befunde pragmatisch anreichern lassen und auf typische Akteurskonstellationen im medialen Fußball bezogen werden können. Die typischen Redeweisen über Krisen und Katastrophen werfen somit auch Licht auf die gesellschaftliche Wertigkeit des Fußballs als einem vom alltäglichen Handeln losgelösten Bereich, in dem Krisen und Katastrophen im Modus des Spiels reinszeniert werden können. |
|---|