„diese schmelzenden flächen sind wir“

Ulrike Draesners Gedicht „pissblumen“ (2001) konzipiert sich als literarische Reproduktion von Helen Chadwicks künstlerischem Happening und Werkkomplex „Piss Flowers“ (1991-1992), in dem der Geschlechtsmechanismus in Form der hermaphroditischen Blume präsentiert wird und dadurch die geschlechtsspezi...

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Shranjeno v:
Bibliografske podrobnosti
izdano v:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Glavni avtor: GUO, Jing
Format: Article ou chapitre numérique
Jezik:Allemand
Izdano: Cahiers d’études germaniques 2025
Teme:
Online dostop:Accès Université d'Orléans et IFPM
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Opis
Izvleček:Ulrike Draesners Gedicht „pissblumen“ (2001) konzipiert sich als literarische Reproduktion von Helen Chadwicks künstlerischem Happening und Werkkomplex „Piss Flowers“ (1991-1992), in dem der Geschlechtsmechanismus in Form der hermaphroditischen Blume präsentiert wird und dadurch die geschlechtsspezifischen Differenzen auf eine ironische und spielerische Weise relativiert werden. Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf diese lyrische Modellierung des dynamischen Kunsthappenings bzw. die Verbalisierung der Visualität. Die Bildhaftigkeit der Sprache wird anhand der Analyse der metaphorischen und metonymischen Bedeutungen zahlreicher Motive im Gedicht verdeutlicht. Dabei ist hervorzuheben, dass sich die hermaphroditischen Charakteristiken nicht nur thematisch in Körper, Gender und Identität widerspiegeln, sondern auch stilistisch in Draesners avantgardistischem Schreibexperiment mittels des „Patchworkings“ von mehrdeutigen Motiven und intertextuellen Verweisen.