Trans/genus
Meret Oppenheim gilt als Muse und Modell der Surrealisten bzw. als die Frau, die diese zu ihren kreativen Leistungen inspiriert und angespornt hat – so die verbreiteten Narrative. Unzweifelhaft sind die Pelztasse (Le déjeuner en fourrure, 1936) und die Porträts von Man Ray diejenigen Werke, die Oppe...
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| 發表在: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| 主要作者: | |
| 格式: | Article ou chapitre numérique |
| 語言: | Allemand |
| 出版: |
Cahiers d’études germaniques
2025
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| 主題: | |
| 在線閱讀: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| 總結: | Meret Oppenheim gilt als Muse und Modell der Surrealisten bzw. als die Frau, die diese zu ihren kreativen Leistungen inspiriert und angespornt hat – so die verbreiteten Narrative. Unzweifelhaft sind die Pelztasse (Le déjeuner en fourrure, 1936) und die Porträts von Man Ray diejenigen Werke, die Oppenheim als Ikone bis heute im kollektiven Gedächtnis verankern. Als Künstlerin, die in ihrer Rolle gegenüber Männern definiert wird, erlebt sie die „jahrtausendealte Diskriminierung der Frau“ und empfindet diese als schwer belastendes „Gefühl der Minderwertigkeit“. Nach dem jähen Ende ihrer Schaffenskrise im Jahr 1954 entfaltet sich ihre befreiende Metamorphose zu einer intermedialen Praxis, die nähere Untersuchung verdient. Denn die Gattungstransgression als Akt künstlerischer Emanzipation verbindet sich bei Oppenheim mit der Ablehnung der Geschlechterdichotomie als Grundoperation. Einerseits versucht die Künstlerin, sich neutral über den Geschlechtsbarrieren zu halten und damit auch über der Schlachtlinie von Feminismus und Patriarchat, andererseits entwirft ihr unorthodoxer, aber nicht widerspruchsfreier Denkansatz ein alternatives Maskulinitätsmodell. |
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