Cutting/ Schnittmuster ‚weiblicher‘ Avantgarde in den anagrammatischen Praktiken Unica Zürns und Friederike Mayröckers

Der Artikel richtet das Augenmerk auf Unica Zürn und Friederike Mayröcker, deren Œuvre gemeinhin im Kontext der Avantgarde rezipiert wird. Indem das ambivalente Verhältnis beider Autorinnen zu den avantgardistischen Kreisen ihrer Zeit nachgezeichnet wird, soll eine differenzierte Positionierung Zürn...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Veröffentlicht in:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
1. Verfasser: SOMMERFELD, Beate
Format: Article ou chapitre numérique
Sprache:Allemand
Veröffentlicht: Cahiers d’études germaniques 2025
Schlagworte:
Online Zugang:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Beschreibung
Zusammenfassung:Der Artikel richtet das Augenmerk auf Unica Zürn und Friederike Mayröcker, deren Œuvre gemeinhin im Kontext der Avantgarde rezipiert wird. Indem das ambivalente Verhältnis beider Autorinnen zu den avantgardistischen Kreisen ihrer Zeit nachgezeichnet wird, soll eine differenzierte Positionierung Zürns und Mayröckers im Feld avantgardistischer Ästhetiken und Poetiken versucht werden. Insbesondere über die Aneignung anagrammatischer Verfahren sind die Autorinnen auf dem Weg zu einer als ‚weiblich’ konturierten ästhetischen Subjektivität. Der Beitrag untersucht die Anagramm-Praxis Zürns und Mayröckers im Spannungsfeld von Gender, indem die metapoetische Verhandlung und performative Umsetzung des Verhältnisses von Körper, Sprache und weiblicher (Re)Produktivität rekonstruiert werden. Es werden Querverbindungen und Kontinuitäten zwischen Zürn und Mayröcker aufgezeigt und die Genealogien weiblicher Autorschaft im Werk beider Autorinnen nachvollzogen. Anagrammatische Praktiken werden so als Spielformen einer „weiblichen“ Avantgarde sichtbar gemacht und dabei ihre queere, Gender-Zuschreibungen dekonstruierende Potenzialität herausgestellt.