Heroismus und Defätismus: alte und neue Feindbilder in den Chansons der Poilus

Die Kriege, die Deutsche und Franzosen gegeneinander führten, haben im musikalischen Gedächtnis beider Völker tiefe Spuren hinterlassen: Frankophobe Lieder, die aus der Zeit der Befreiungskriege und der Rheinkrise stammen, begleiten die deutschen Soldaten in den Ersten Weltkrieg. Französische Soldat...

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Podrobná bibliografie
Vydáno v:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Hlavní autor: Arndts, Janina
Médium: Article ou chapitre numérique
Jazyk:Allemand
Vydáno: Cahiers d’études germaniques 2017
Témata:
On-line přístup:Accès Université d'Orléans et IFPM
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Shrnutí:Die Kriege, die Deutsche und Franzosen gegeneinander führten, haben im musikalischen Gedächtnis beider Völker tiefe Spuren hinterlassen: Frankophobe Lieder, die aus der Zeit der Befreiungskriege und der Rheinkrise stammen, begleiten die deutschen Soldaten in den Ersten Weltkrieg. Französische Soldaten marschieren 1914 mit Liedern an die Front, die schon während der Koalitionskriege gesungen wurden. Sie kennen auch die nach der Niederlage von 1871 verfassten deutschfeindlichen Texte der chansons revanchardes. Die Chansons Pariser Autoren, die fern der Front das Heldentum der Poilus preisen, werden in den Schützengräben nicht gesungen. Im Kriegsjahr 1917 sinkt die Truppenmoral und es kommt zu Meutereien. Anonym gebliebene Poilus verfassen defätistische Chansons, die gesellschaftskritisch oder pazifistisch sind. Chansons, die retrospektiv der Grande Guerre gewidmet sind, entstehen erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie thematisieren weder den Heroismus noch den Defätismus der Poilus.