Über Wahrheit und Lüge jenseits des deutsch-französischen Sinns
Der Beitrag will die Kontrastierung einer deutschen Abwertung der Lüge und einer französischen Lügenfreundlichkeit durch eine Rekonstruktion von transkulturellen pseudologischen Debatten ersetzen. Er erinnert an die Kollision des Kant’schen Lügenverbots mit der repressiven historischen Situation um ...
Gorde:
| Argitaratua izan da: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Egile nagusia: | |
| Formatua: | Article ou chapitre numérique |
| Hizkuntza: | Allemand |
| Argitaratua: |
Cahiers d’études germaniques
2017
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| Gaiak: | |
| Sarrera elektronikoa: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Gaia: | Der Beitrag will die Kontrastierung einer deutschen Abwertung der Lüge und einer französischen Lügenfreundlichkeit durch eine Rekonstruktion von transkulturellen pseudologischen Debatten ersetzen. Er erinnert an die Kollision des Kant’schen Lügenverbots mit der repressiven historischen Situation um 1800; Pragmatismus vermeidet Blutzeugentum (Constant und de Charrière). Er zeigt die lebensphilosophische Aufladung von Wahrheit und Lüge um 1900 – in Rollands Jean-Christophe ist die Wahrheit nur für die Starken. Gide und Greve nehmen einen Dialog über die Lüge als acte gratuit auf: sie setzen in Szene und reflektieren den Reichtum der Lüge und der Verstellung, die Körpersprache eingeschlossen. Nicht die Häufigkeit der Lüge unterscheidet Kulturen, wohl aber der Umgang mit ihr. |
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