Lüge, Fälschung, Plagiat. Über Formen und Verfahren prekärer Autorschaft

Der Text erörtert Fälschung und Plagiat als Sonderformen der literarischen Fiktion, in denen die Lüge der Dichter – ansonsten nicht nur zugelassen, sondern sozial bisweilen prämiert – im Moment ihrer Entdeckung einem Umwertungsprozess unterworfen wird. Was vorher gefiel, ist plötzlich Kitsch und imm...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Veröffentlicht in:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Hauptverfasser: Döring, Jörg, Oels, David
Format: Article ou chapitre numérique
Sprache:Allemand
Veröffentlicht: Cahiers d’études germaniques 2017
Schlagworte:
Online Zugang:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Beschreibung
Zusammenfassung:Der Text erörtert Fälschung und Plagiat als Sonderformen der literarischen Fiktion, in denen die Lüge der Dichter – ansonsten nicht nur zugelassen, sondern sozial bisweilen prämiert – im Moment ihrer Entdeckung einem Umwertungsprozess unterworfen wird. Was vorher gefiel, ist plötzlich Kitsch und immer schon schlecht gewesen. Die Autorschaft wird prekär, weil eine angenommene Kongruenz von Autor und Werk aufgekündigt scheint. Der Text diskutiert diese Umwertungsdynamik am Beispiel dreier literarischer Fälschungen: George Forestier Ich schreibe mein Herz in den Staub der Straße (1952); Luciana Glaser Winterende (1990) und Binjamin Wilkomirski Bruchstücke (1995).