„Mundus vult decipi“. Warum man sich den Hochstapler als einen glücklichen Menschen vorstellen muss

Hochstapler sind Menschen ohne Identität, sie haben weder einen Charakter noch einen Beruf noch Familie und auch keine wirklichen Freunde. Sie sind Maskenträger und man würde erwarten, dass sie – auch in der Literatur – demaskiert werden. In der Literatur der Moderne – etwa bei Thomas Mann und Efrai...

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In:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Main Author: Kimmich, Dorothee
Format: Article ou chapitre numérique
Language:Allemand
Published: Cahiers d’études germaniques 2017
Subjects:
Online Access:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Description
Summary:Hochstapler sind Menschen ohne Identität, sie haben weder einen Charakter noch einen Beruf noch Familie und auch keine wirklichen Freunde. Sie sind Maskenträger und man würde erwarten, dass sie – auch in der Literatur – demaskiert werden. In der Literatur der Moderne – etwa bei Thomas Mann und Efraim Frisch – finden sich jedoch Hochstaplerfiguren, die sich der Demaskierung geschickt entziehen und dadurch selbst als Kritiker einer defigurierten Moderne auftreten.