Roger Loewig : ni de l’Est ni de l’Ouest, de nulle part
Roger Loewig (1930-1997) ist Maler, Zeichner, Radierer und Poet. 1972 verlässt er die DDR, wo sowohl seine Gedankenwelt als auch sein tief durch die deutsche Schuld an den Gräueln der Vergangenheit und das Trauma der Teilung Deutschlands geprägtes Werk den Unmut der Behörden auf sich ziehen. Auch im...
Gespeichert in:
| Veröffentlicht in: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| 1. Verfasser: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Sprache: | Français |
| Veröffentlicht: |
Cahiers d’études germaniques
2023
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| Schlagworte: | |
| Online Zugang: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Zusammenfassung: | Roger Loewig (1930-1997) ist Maler, Zeichner, Radierer und Poet. 1972 verlässt er die DDR, wo sowohl seine Gedankenwelt als auch sein tief durch die deutsche Schuld an den Gräueln der Vergangenheit und das Trauma der Teilung Deutschlands geprägtes Werk den Unmut der Behörden auf sich ziehen. Auch im Westen findet er seinen rechten Platz nicht. Die konsumorientierte Welt und die Herrschaft des Geldes stoßen ihn ab. Die neuen Formen in der Kunst bleiben ihm ebenfalls fremd. Die Verwirklichung der von ihm gehegten Hoffnung, endlich die ihm bisher versagte Anerkennung zu erlangen, lässt auf sich warten. Die Rezeption hebt die fantastische und surrealistische Dimension seiner Produktion hervor, während sich sein Werk eigentlich als engagiert und zutiefst humanistisch versteht. Loewig bleibt im Abseits des Kunstmarktes. Tiefe Wurzeln verbinden ihn nach wie vor mit seinem Ursprungsland. Richtung Osten bleibt sein Blick gewandt, Richtung Osten – nach Prag und Warschau – führen ihn seine Schritte immer wieder. Roger Loewig sollte der erste deutsche Zeichner sein, der im Museum von Auschwitz ausgestellt wurde. |
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