Die Stimme wurde ihm nicht genommen. Erich Loest (1926‑2013)
Erich Loest gehört zu den Autoren der Kriegsgeneration, die sich nach 1945 für eine andere Gesellschaft einsetzten, von der nie wieder ein Krieg ausgehen sollte. Wegen angeblicher ‚konterrevolutionärer Gruppenbildung‘ wurde er im Zusammenhang mit Diskussionen um die Entstalinisierung zu siebeneinhal...
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| Udgivet i: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Hovedforfatter: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Sprog: | Allemand |
| Udgivet: |
Cahiers d’études germaniques
2023
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| Fag: | |
| Online adgang: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Summary: | Erich Loest gehört zu den Autoren der Kriegsgeneration, die sich nach 1945 für eine andere Gesellschaft einsetzten, von der nie wieder ein Krieg ausgehen sollte. Wegen angeblicher ‚konterrevolutionärer Gruppenbildung‘ wurde er im Zusammenhang mit Diskussionen um die Entstalinisierung zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Entlassung gehörte es zu seinen Vorhaben, den ‚kleinen Leuten‘ in der Literatur eine Stimme zu geben. Das gelang ihm mit dem Roman Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene, der zu den prägenden Texten der DDR-Literatur in den 1970er Jahren gehört. Nach massiven Eingriffen der Zensur verließ er 1981 die DDR. Das Land und die politischen Umstände sowie Leipzig haben ihn in die Bundesrepublik begleitet und er setzte sich mit ihnen in vielfältigen essayistischen und poetischen Texten wie Völkerschlachtdenkmal auseinander. Der Aufsatz wird von zwei Gemälden gerahmt, dem Wandgemälde von Werner Tübke „Arbeiterklasse und Intelligenz“ (1973) und dem Gemälde von Reinhard Minkewitz „Aufrecht stehen - für Herbert Belter, Ernst Bloch, Werner Ihmels, Hans Mayer, Wolfgang Natonek, Georg-Siegfried Schmutzler“ (2015). Während Tübke die Konstruktion eines Zusammenschlusses feiert, erinnert Minkewitz im Sinn von Loest an all die, die sich gegen den Konformismus zur Wehr setzten. |
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