„In der Fremde, die meine Sprache spricht“.
Jürgen Fuchs (1950-1999) war einer der in die DDR hineingeborenen Schriftsteller, deren Biographien sie nicht nur prägte, sondern auch wirksam deformierte; dabei aber einer der wenigen, die sich so sprachmächtig mit Mechanismen und Tabus eines totalitär verfassten Staates auseinandersetzten. Sein er...
Gardado en:
| Publicado en: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Autor Principal: | |
| Formato: | Article ou chapitre numérique |
| Idioma: | Français |
| Publicado: |
Cahiers d’études germaniques
2023
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| Sujets: | |
| Acceso en liña: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Résumé: | Jürgen Fuchs (1950-1999) war einer der in die DDR hineingeborenen Schriftsteller, deren Biographien sie nicht nur prägte, sondern auch wirksam deformierte; dabei aber einer der wenigen, die sich so sprachmächtig mit Mechanismen und Tabus eines totalitär verfassten Staates auseinandersetzten. Sein erfahrungsgesättigtes, autobiographisch gefärbtes Schreiben ist eine Antwort auf die langjährige Konfrontation mit dem SED-Regime sowie an dessen Erbe in Form von Stasi-Akten und nimmt den Leser mit auf eine erschütternde Reise in die Zeit der zweiten deutschen Diktatur. Das literarische Werk von Jürgen Fuchs gewährt einerseits Einblick hinter die Kulissen der (post)sozialistischen Gesellschaft, andererseits erklärt es die Tatsache, dass er als Intellektueller sich nach 1977 und seiner Vertreibung aus der DDR verpflichtet fühlte, überall dort einzugreifen, wo es galt, Gewalt, Lüge und Vergessen zu verhindern. Der vorliegende Beitrag will an seine künstlerische Leistung erinnern und veranschaulichen, was die Gegenwehr wie auch das Vordringen zur Wahrheit und Freiheit aus der Feder dieses in vieler Hinsicht unabhängigen Autors bedeutet(e). |
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