Zur Kritik der Ehrlichkeit

Die bürgerliche politische Rhetorik hat seit dem späten 18. Jahrhundert die Lüge als äußerst verwerflich, die Ehrlichkeit zur Tugend schlechthin erklärt. Dass sie sich damit die Unehrlichkeit als Basis gelegt hat, will sie, trotz hellsichtiger Kritiker seit Lessing und Nietzsche bis weit ins 20. Jah...

Szczegółowa specyfikacja

Zapisane w:
Opis bibliograficzny
Wydane w:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
1. autor: Nägele, Rainer
Format: Article ou chapitre numérique
Język:Allemand
Wydane: Cahiers d’études germaniques 2017
Hasła przedmiotowe:
Dostęp online:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Opis
Streszczenie:Die bürgerliche politische Rhetorik hat seit dem späten 18. Jahrhundert die Lüge als äußerst verwerflich, die Ehrlichkeit zur Tugend schlechthin erklärt. Dass sie sich damit die Unehrlichkeit als Basis gelegt hat, will sie, trotz hellsichtiger Kritiker seit Lessing und Nietzsche bis weit ins 20. Jahrhundert nicht eingestehen. Lügen gehört von Jakob in der hebräischen Bibel und Homers listigem Odysseus, zu den konstitutiven Bestandteilen der abendländischen Kultur. Der vorliegende Essay ist ein Versuch, darüber nachzudenken.