Der entlarvte Geburtstag
Der Film Toni Erdmann (Maren Ade, 2016) kann als eine fiktionale Studie zum Thema der Komplexität menschlicher Authentizität interpretiert werden. Im Rahmen einer realistischen Ästhetik beschäftigt sich der Film mit Konvention und Rollenspiel, wobei Letzteres sich immer zwischen authentischem Selbst...
Salvato in:
| Pubblicato in: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Autore principale: | |
| Natura: | Article ou chapitre numérique |
| Lingua: | Allemand |
| Pubblicazione: |
Cahiers d’études germaniques
2023
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| Soggetti: | |
| Accesso online: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Riassunto: | Der Film Toni Erdmann (Maren Ade, 2016) kann als eine fiktionale Studie zum Thema der Komplexität menschlicher Authentizität interpretiert werden. Im Rahmen einer realistischen Ästhetik beschäftigt sich der Film mit Konvention und Rollenspiel, wobei Letzteres sich immer zwischen authentischem Selbst und sozialer performance bewegt. Die Einführung der bouffon-Figur Toni Erdmann dient hierbei als Zerrspiegel der Künstlichkeit der neoliberalen, globalisiert entfremdeten Gesellschaft. Die Kette der Entlarvungen, die die Figur in Gang setzt und die den Film dramaturgisch strukturieren, gipfelt schließlich in einem entkleideten Geburtstagsempfang. Allerdings stellt auch diese körperliche Entblößung sich paradoxerweise nicht als effektiverer Zugang zu authentisch menschlichem Umgang dar. Die Thematik des Schauspiels und der performance bzw. der Theatralität als Modell für die Kulturwissenschaften, werden in diesem Beitrag mit Hilfe der Theorien des Soziologen Erving Goffman und der kunstwissenschaftlichen Theorie der performance untersucht. |
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