„Ich bringe nichts als ein Gedicht“
Der Beitrag verfolgt anhand exemplarischer Texte die Kulturgeschichte der deutschsprachigen Gebrauchslyrik aus Anlass von Geburtstagen. Die moderne Geschichte der Gattung setzt im Barock mit der Praxis von Geburtstagsfeiern überhaupt ein und erlebt gleich zu Beginn bei aller Abhängigkeit von der ade...
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| Publicat a: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Autor principal: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Idioma: | Allemand |
| Publicat: |
Cahiers d’études germaniques
2023
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| Matèries: | |
| Accés en línia: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Sumari: | Der Beitrag verfolgt anhand exemplarischer Texte die Kulturgeschichte der deutschsprachigen Gebrauchslyrik aus Anlass von Geburtstagen. Die moderne Geschichte der Gattung setzt im Barock mit der Praxis von Geburtstagsfeiern überhaupt ein und erlebt gleich zu Beginn bei aller Abhängigkeit von der adeligen Festkultur eine Blütezeit. Mit der Empfindsamkeit und der Goethezeit erweitern sich die Ausdrucksmittel der Kasuallyrik. Im 19. Jahrhundert wird sie zu einer im privaten Kreis weit verbreiteten Praxis des Bildungsbürgertums, der Lobpreis häufig durch Humor ausbalanciert. Die literarische Moderne wendet ihr den Rücken zu. Die Geburtstagsgedichte, die im 20. Jahrhundert entstehen, geraten mit wenigen Ausnahmen in den Ruf des Trivialen. Mit der Verbreitung des Internet zeigt sich freilich, dass Gedichte aus Anlass von Geburtstagen, die aus der Hochliteratur weitgehend verschwunden sind, im Internet weit verbreitet sind und auf große Nachfrage stoßen. |
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