Begabte Schwindlerinnen. Über die Inszenierungen der Lüge bei Ljudmila Ulickaja
In ihrem Roman Die Lügen der Frauen (im russischen Original erschienen 2002 unter dem Titel Skvoznaja linija [Durchgangslinie]) entwirft Ljudmila Ulickaja eine regelrechte Typologie weiblicher Lügen. Zudem findet hier eine explizite Reflexion über die Besonderheiten der Lügengeschichten von Frauen s...
Gardado en:
| Publicado en: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Autor Principal: | |
| Formato: | Article ou chapitre numérique |
| Idioma: | Allemand |
| Publicado: |
Cahiers d’études germaniques
2017
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| Sujets: | |
| Acceso en liña: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Résumé: | In ihrem Roman Die Lügen der Frauen (im russischen Original erschienen 2002 unter dem Titel Skvoznaja linija [Durchgangslinie]) entwirft Ljudmila Ulickaja eine regelrechte Typologie weiblicher Lügen. Zudem findet hier eine explizite Reflexion über die Besonderheiten der Lügengeschichten von Frauen statt. Sämtliche Erzählungen dieses Episodenromans werden durch die Protagonistin Shenja zusammengehalten. Über die Funktion dieser Rezipientin stellt der Text stets einen direkten Zusammenhang zwischen Lüge und Literatur, zwischen Verstellung und Fiktion, zwischen Lebenserfindung und Lebensrekonstruktion her. Der Roman wird daher aus einer rezeptionstheoretischen Perspektive analysiert. Damit soll die tragende Bedeutung der Rezeption für das Verhältnis von Lüge und autobiografischem Sprechen geklärt werden. Denn ob die Erzählungen hier als Lüge oder als literarische Fiktion verstanden werden, hängt von eben jenen Faktoren ab, aus denen sich auch unterschiedliche Ansätze der Rezeptionstheorie speisen. |
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