War Porn

Fotobücher als inszenierte Zusammenstellungen von Fotografien sind durch ihre fehlende räumliche Fixierung in vielfältige Ausstellungs- und Gebrauchsstrukturen eingebettet. Das Verhältnis zwischen Fotografie und Betrachter kann als performativ und theatral beschrieben werden, wenn man die Performati...

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Detalles Bibliográficos
Publicado en:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Autor principal: Lamb, Jochen
Formato: Article ou chapitre numérique
Lenguaje:Allemand
Publicado: Cahiers d’études germaniques 2021
Materias:
Acceso en línea:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Descripción
Sumario:Fotobücher als inszenierte Zusammenstellungen von Fotografien sind durch ihre fehlende räumliche Fixierung in vielfältige Ausstellungs- und Gebrauchsstrukturen eingebettet. Das Verhältnis zwischen Fotografie und Betrachter kann als performativ und theatral beschrieben werden, wenn man die Performativität des Bildes nicht ausgehend von räumlichen oder institutionellen Merkmalen betrachtet, sondern als prozessuales Verhältnis zwischen Betrachter und Abbildung versteht. Am Beispiel des Buchs War Porn des Kriegsfotografen Christoph Bangert soll erörtert werden, wie sich Bildmerkmale auf den Blick des Betrachters auswirken und welche Implikationen das für den Status des Bildes zwischen Ausstellungswert und Gebrauch mit sich bringt. Besonders virulent wird dieses Verhältnis, wenn Fotografien vom Leid anderer Menschen berichten und Fragen nach der vermeintlichen Objektivität und Authentizität auf den Status der Fotografien als inszenierte Objekte in performativen Strukturen verweisen.