„Nach dem Henker mußte noch der Photograph heran.“ Krieg und Fotografie in Karl Kraus’ Monumentaldrama Die letzten Tage der Menschheit

Karl Kraus hat den Text seiner „Tragödie in fünf Akten“ Die letzten Tage der Menschheit mit Bildbeigaben versehen: In der zuerst veröffentlichten Akt-Ausgabe waren es sieben Fotos, in der Buch-Ausgabe immerhin noch zwei, die das Drama gleichsam ‚rahmen‘ (und die beide schon in der ersten Fassung ent...

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Spremljeno u:
Bibliografski detalji
Izdano u:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Glavni autor: Wolf, Norbert
Format: Article ou chapitre numérique
Jezik:Allemand
Izdano: Cahiers d’études germaniques 2021
Teme:
Online pristup:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Opis
Sažetak:Karl Kraus hat den Text seiner „Tragödie in fünf Akten“ Die letzten Tage der Menschheit mit Bildbeigaben versehen: In der zuerst veröffentlichten Akt-Ausgabe waren es sieben Fotos, in der Buch-Ausgabe immerhin noch zwei, die das Drama gleichsam ‚rahmen‘ (und die beide schon in der ersten Fassung enthalten waren). Daneben hat die polemische Auseinandersetzung mit der Kriegsberichterstattung Alice Schaleks im Dramentext einen zumindest impliziten Bezug zu deren Kriegsfotos, die sie bei der Überarbeitung ihrer verstreuten Zeitungsfeuilletons zu den Büchern Tirol in Waffen (1915) sowie Am Isonzo (1916) als Illustrationen hinzufügte. Schließlich erweisen sich ganze Szenen (I/24, III/9, III/41 und V/55) als Erörterungen von Fotos bzw. Reproduktionen durch die Dramenfiguren. Der Beitrag liefert zunächst einen Gesamtüberblick dieser intermedialen Bezugnahmen im Drama, konzentriert sich sodann auf die literarischen Bilderörterungen und bemüht sich abschließend um eine Bestimmung von deren ästhetischer Funktion.